25 Jahre Frauenfußball - mit Felix

Felix, seit 2 Jahren bist du Trainer der 1 Frauenmannschaft. Was bereitet dir so viel Spaß am Trainersein einer Frauenmannschaft?

Fußball war schon immer das Größte für mich. Ich habe jede freie Sekunde am Ball verbracht, kaum ein Training verpasst. Aber Fußball ist für heranwachsende Jungs ein schwieriges Umfeld, in dem es keinen Platz für Fehler oder Schwächen gibt. Meine Zeit in den Juniorenteams hat mich von meiner Leidenschaft so weit entfremdet, dass ich mit 16 eigentlich komplett aufhören wollte. Über ein Schulpraktikum bin ich dann aber beim Frauenfußball gelandet und habe dort ziemlich schnell die Dinge zurückbekommen, die mir bei den Jungs gefehlt haben: Wertschätzung, Zusammenhalt, Ehrlichkeit und die bedingungslose Liebe zum Spiel. Mittlerweile haben Herrenteams schon in den Kreisligen Saison für Saison einen Umbruch von fünf bis zehn Spielern, weil es anderswo eine geringfügig höhere Auflaufprämie gibt. Die Motivation zu Trainieren, zu Spielen und gemeinsam etwas Aufzubauen, auf das man Jahre später noch stolz zurückblicken kann, ist bei Frauen eine ganz andere. Ich wüsste nicht, was ich heute machen würde, wenn ich damals nicht zu den Frauen gegangen wäre. Alles was danach kam – mein Studium, mein heutiger Beruf – alles baut auf meinem Engagement im Frauenfußball auf. Für diese Motivation bin ich sehr dankbar und möchte so viel zurückgeben wie möglich.

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