70 Jahre DJK Wacker Mecklenbeck – Wie alles begann

70 Jahre DJK Wacker Mecklenbeck – Wie alles begann

Heute feiern wir einen ganz besonderen Tag: Vor genau 70 Jahren, am 2. März 1956, wurde unsere DJK Wacker Mecklenbeck gegründet. Ein Anlass, um zurückzublicken auf bewegte Anfänge, mutige Entscheidungen und eine große Portion Begeisterung für den Fußball.

Fußball wurde in Mecklenbeck schon lange vor der offiziellen Gründung gespielt – überall dort, wo sich eine „Asche“ und ein paar Quadratmeter freie Fläche fanden. Nicht selten mussten dafür Zäune überwunden und Heuwiesen zweckentfremdet werden. Doch echte Wettspiele waren rar. Ein- oder zweimal im Jahr trat man gegen die Internatsschüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums in Hiltrup oder gegen Ottmarsbocholt an. Das reichte den fußballbegeisterten Jungen aus Mecklenbeck auf Dauer nicht.

Der Wunsch nach einem eigenen Verein wuchs. Doch wie sollte das ohne Sportplatz funktionieren? Pastor Leyking bot zwar eine Apfelwiese hinter dem Pfarrhaus an – gut gemeint, aber selbst für „Köppen mit Annahme“ zu klein. Erst als Anfang 1956 Vikar Werres aus Bösensell nach Mecklenbeck kam, nahm die Idee konkrete Formen an. Er hatte bereits in Albachten, Roxel, Schapdetten und Bösensell DJK-Vereine mitgegründet und gab auch in Mecklenbeck den entscheidenden Anstoß.

Am 2. März 1956 traf man sich bei „Täpkens“, um die Gründung zu besiegeln. Was es bedeutete, einen Verein ins Leben zu rufen, war den Beteiligten nicht in allen Details klar – doch die Begeisterung überwog. Der Name „Wacker“ wurde festgelegt, ebenso die bis heute charakteristischen Farben Lila und Weiß. Ein erster Vorsitzender musste gefunden werden – mindestens 21 Jahre alt sollte er sein. Fündig wurde man schließlich bei Heinz Saphörster, der bereit war, Verantwortung zu übernehmen. Damit war DJK Wacker Mecklenbeck offiziell geboren.

Nur ein halbes Jahr später folgte bereits der erste große Erfolg: Im August 1956 gewann die junge Mannschaft ein Turnier auf dem Adler-Sportplatz. Der Fußball als Siegespreis ließ alle Startschwierigkeiten vergessen. Dass es in Mecklenbeck noch keinen eigenen Sportplatz gab und die Heimspiele im DJK-Stadion an der Grevener Straße ausgetragen werden mussten, spielte in diesem Moment keine Rolle. Selbst die langen Anreisen mit dem Fahrrad zu Auswärtsspielen bis nach Schapdetten trübten die Euphorie nicht. Gefeiert wurde ausgelassen – und in Mecklenbeck war man plötzlich in aller Munde.

Zu den Gründern und frühen Spielern gehörten unter anderem Heinrich Brüning, Walter Gellenbeck, Anton Neuhaus, Klaus Felder sowie die Niemann-Brüder Heinrich und Bernhard. Aus dem „Großraum Klapperhagen“ stießen Hans Hemker, Hans Kamp, Georg und Rolf Thüer, Bernie und Tönne Neuhaus, Rolf Fehmer und weitere dazu. Sie alle verband die Leidenschaft für den Fußball und der Traum, in der eigenen kleinen Welt Meister zu werden.

Warum „Wacker“? Man suchte bewusst einen Namen mit Alleinstellungsmerkmal. Fortuna, Borussia oder Eintracht schieden aus, auch politisch gefärbte Namen wie Dynamo oder Turbine kamen nicht infrage. „Wacker“ stand für Neutralität, Aufbruch und Eigenständigkeit – und ist bis heute Ausdruck unseres Selbstverständnisses.

70 Jahre später blicken wir mit Stolz auf das, was aus dieser Idee geworden ist. Aus ein paar fußballbegeisterten Jugendlichen ohne eigenen Platz ist ein lebendiger, vielfältiger Verein entstanden, der das sportliche und gesellschaftliche Leben in Mecklenbeck maßgeblich prägt.

Danke an alle, die unseren Verein in den vergangenen sieben Jahrzehnten getragen, geprägt und weiterentwickelt haben – auf und neben dem Platz.

Mehr

News

Alte Herren pflegen ihre grüne Tradition

Alte Herren pflegen ihre grüne Tradition Auch in diesem Jahr haben die Alten Herren von Wacker wieder tatkräftig Hand angelegt und den Altherrenwall auf Vordermann