Sicher im Verein – Prävention bei Wacker Mecklenbeck

Der Kinder- und Jugendschutz findet mittlerweile auch im Sport verstärkt Beachtung.

Kaum irgendwo fassen sich Menschen so häufig an wie im Sport. Für die meisten Sportler ist diese körperliche Nähe wie wir sie im Sport finden normal.
Diese Nähe birgt aber auch die Gefahr, dass im Einzelfall Grenzen unbewusst oder bewusst überschritten werden.
Dies mag generell für viele, die im Sport tätig sind ein fremder Gedanke sein, doch die Wahrnehmung der ÜL und Trainer unterscheidet sich oft von der Wahrnehmung der Sportler und Sportlerinnen.

Was für die ÜL und Trainer Hilfestellung ist, kann von den Teilnehmern schon als sexueller Übergriff empfunden werden.
Um diesem entgegen zu wirken bieten wir Schulungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen an.

Mit dem Schulungskonzept „präventiv schützt“- Grenzüberschreitungen im Sport sollen die Übungsleiter und Trainer für dieses Thema sensibilisiert werden.
Die DJK-Sportjugend Münster führt diese Tagesveranstaltungen bei uns durch, sie ist angelehnt an den Vorgaben einer sechsstündigen Schulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt im Sinne der Präventionsordnung des Bistums Münster.

Selbstsicherheitstraining für Grundschulkinder
In drei Einheiten zu je drei Stunden können sich die Kinder spielerisch mit verschiedenen Themen rund um die Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen auseinandersetzen.
Gefühle kennen und ausdrücken lernen, eindeutig miteinander reden, den eigenen Körper wertschätzen lernen, eigene Grenzen austesten und setzen können, eigener Stärken bewusst werden, Kräfte durchsetzen – diese und einige andere Aspekte erarbeiten die Kinder in Form von Gruppenspielen, Partnerübungen, Selbstreflexion und theoretischen Inputs.

Grundlagen der Selbstverteidigung für 11 – 15 jährige Kinder
Wir beginnen mit einer Einführung in die Selbstbehauptung. Selbstbehauptung meint, sich in einer Übergriffs- oder Konfliktsituation der eigenen Grenzen bewusst zu sein und diese deutlich machen zu können. Dies kann geschehen durch Artikulation, Schreien, selbstbewusstes Auftreten oder auch durch Hilfe holen.

Voraussetzung für die Selbstbehauptung ist, dass diese auch in „Alltagssituationen“ praktiziert werden darf, z. B. beim unerwünschten Küsschen von Verwandten. Sie darf nicht nur als Technik für Übergriffe aufgespart werden.
Anschließend erlernen die Kinder sich mit bestimmten Techniken (lediglich Grundlagen)in überfallartigen Notfallsituationen zur Wehr zu setzen. Für Kinder sind diese körperlichen Verteidigungsstrategien nur bedingt realistisch. Oft ist es eher eine Überforderung der Kinder sich gegen einen Erwachsenen körperlich zur Wehr zu setzen.

Selbstverteidigung für Mädchen ab 16 Jahren und Frauen
Frauen sind in Gefahrensituationen oft körperlich unterlegen und werden leicht in die Opferrolle gedrängt.

Bei der Selbstverteidigung sollen sie die Fähigkeit aufgezeigt bekommen, sich körperlich in Notsituationen ohne Hilfe von außen zu wehren. Die Grenzen hierfür setzt jeder selbst fest. Wird eine Grenze überschritten, sollte man sich wehren können. Kampfsportarten wie z. b. Taekwondo sind eine Möglichkeit dieses dauerhaft zu erlernen.
Die Frauen und Mädchen bekommen bei dieser Schulung Techniken gegen die häufigsten Angriffe gezeigt. Es geht darum, die Kraft des Gegners zum eigenen Vorteil zu nutzen und gezielt die Schwachstellen des Gegenübers zu suchen.

Grenzen ziehen – Grenzen bewachen – Grenzen verteidigen.